BIM in der Landschaftsarchitektur — Grundlagen, Technik und Zusammenarbeit.
Building Information Modeling (BIM) im Außenraum ist mehr als nur 3D-Design — es verknüpft geometrische Objekte mit spezifischen Daten wie Baumgattung oder Bodenbeschaffenheit. Das Ergebnis: höhere Kostensicherheit, automatisierte Mengenermittlung und bessere Koordination mit anderen Gewerken.
Ja. Unsere Unterstützung wird nach Bedarf skaliert — vom digitalen Geländemodell bis zur komplexen Ausführungsplanung. holybim fungiert dabei als externe BIM-Abteilung, damit sich das Büro auf den Entwurf konzentrieren kann.
| Aspekt | Herkömmliche CAD-Planung | BIM-Service holybim |
|---|---|---|
| Änderungsmanagement | Manuelle Anpassung aller Schnitte und Listen | Automatisches Update im gesamten Modell |
| Mengenermittlung | Fehleranfällig durch händisches Messen | Präzise Extraktion aus den Bauteilen |
| Interdisziplinarität | Konflikte erst auf der Baustelle sichtbar | Frühzeitige digitale Kollisionsprüfung |
Landschaftsarchitekten erhalten Zugriff auf High-End BIM-Workflows ohne hohe Investitionen in Software-Schulungen. holybim liefert baureife Modelle, professionelle Kollisionsprüfungen und digitale Baustellendokumentation für BIM-Level-2-Ausschreibungen.
Unser Tech-Stack je nach Aufgabe:
Modelle werden in allen Leistungsphasen bereitgestellt — von Massenstudien (LOD 100/200) bis zu baureifen Ausführungsmodellen (LOD 300/400) mit vollständiger Attribuierung für Facility Management (LOD 500).
Wir setzen auf den OpenBIM-Standard und den Vectorworks Datenmanager für einen verlustfreien IFC 2×3, 4 und 4×3 Export. Property Sets werden gemäß BIM-Abwicklungsplan gemappt, sodass Modelle in gängiger Prüfsoftware valide erkannt werden.
Durch die dynamische Kopplung zwischen Geländemodell und -modifikatoren in Vectorworks ermöglichen wir eine automatisierte Berechnung von Auftrag und Abtrag (Cut & Fill). Das Ergebnis: präzise Massenlisten und exakte Kostenschätzung nach DIN 276.
Ja. Bestands- und Neupflanzungen werden als intelligente BIM-Objekte integriert — mit Attributen wie Stammumfang, Kronenansatz, Vitalitätszustand und Wurzelraumschutz nach FLL-Richtlinien. Diese Daten sind über IFC-Export für das Facility Management nutzbar.
Gefälleoberflächen, Rinnen und Schächte werden als kollisionsgeprüfte 3D-Objekte modelliert und mit TGA-Modellen abgeglichen. Kollisionen zwischen Wurzelräumen und Leitungstrassen lassen sich so bereits in der Planungsphase identifizieren.
Als BIM-Koordinatoren führen wir Fachmodelle zusammen, führen Kollisionsprüfungen durch und nehmen an Koordinationsbesprechungen teil. Issues werden über Plattformen wie BIMcollab verwaltet und nachverfolgt.
Ja. CAD-Bestandspläne werden in parametrische BIM-Modelle transformiert, die alle relevanten Metadaten für Ausschreibung und Kalkulation enthalten.
Wir erstellen intelligente Geländemodelle und nutzen das Vectorworks-Pflanzwerkzeug für eine automatisierte Mengenermittlung und Kostenberechnung. Die BIM-Methodik minimiert Planungsfehler und beschleunigt den Ablauf von der Entwurfsphase bis zur Ausführungsplanung.
holybim richtet sich an kleine bis mittelgroße Landschaftsarchitekturbüros, Generalunternehmer sowie Kommunen und öffentliche Auftraggeber — also alle, die BIM in Freianlagenobjekten einführen oder umsetzen wollen, aber nicht die internen Ressourcen dafür haben. Auch Büros, die hochwertige 3D-Visualisierungen oder AR für Wettbewerbe und Präsentationen brauchen, sind bei uns richtig.
Am Anfang steht ein unverbindliches Erstgespräch: wir lernen das Projekt und die Anforderungen kennen, klären Formate und Schnittstellen und definieren den Leistungsumfang. Danach arbeiten wir iterativ — Modell, Feedback, Anpassung — und halten euch über BIMcollab oder direkt per Dateiübergabe auf dem Laufenden. Der laufende Betrieb des Büros wird dabei nicht unterbrochen.
Einfach über das Kontaktformular oder per Mail an info@holybim.de melden — kurze Projektbeschreibung reicht. Wir melden uns zeitnah für ein erstes Gespräch.
Für die Zusammenarbeit braucht ihr keine spezielle BIM-Software. Wir liefern Modelle in offenen Formaten (IFC, PDF-Pläne, DXF) die sich in jede gängige Planungsumgebung einbinden lassen. Wer Vectorworks Landschaft einsetzt, profitiert von noch engerer Integration — ist aber keine Voraussetzung.
Der holybim Viewer ist ein kostenloser, browserbasierter 3D-Viewer unter app.holybim.de. Er läuft ohne Installation direkt im Browser — auf dem Desktop genauso wie auf dem Smartphone oder Tablet. Kein Konto, keine App erforderlich.
Der Viewer unterstützt die gängigen offenen 3D-Formate: IFC (Industry Foundation Classes), GLTF/GLB, OBJ und Gaussian Splat (.splat/.ksplat). Damit lassen sich sowohl BIM-Modelle aus Vectorworks, Revit oder ArchiCAD öffnen als auch Visualisierungsmodelle aus 3ds Max oder Blender — und photorealistische Splat-Scans aus NeRF- oder 3DGS-Workflows.
Auf Smartphone oder Tablet lässt sich jedes geladene Modell direkt in die Kamera-Ansicht einblenden — das Modell erscheint dann maßstäblich im realen Raum. So können Größenverhältnisse, Raumwirkung und Materialien vor Ort beurteilt werden, ohne VR-Brille oder Spezialhardware. Die Kamera wird nur für die Darstellung genutzt — es findet keine Aufzeichnung statt.
Der Viewer eignet sich in mehreren Phasen:
Nein. Alle Dateien werden ausschließlich lokal im Browser verarbeitet und verlassen das Gerät nicht. Es gibt keine Server-Übertragung und keine Speicherung. Das macht den Viewer auch für sensible Planungsdaten in frühen Projektphasen geeignet.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| AIA | Auftraggeber-Informationsanforderungen — das Lastenheft des Bauherrn mit erwarteten Daten und Lieferzeitpunkten. |
| AR | Augmented Reality — Einblendung des digitalen Entwurfs in Live-Kamera-Bilder zur Visualisierung vor Ort. |
| Attribuierung | Zuweisung von Informationen an 3D-Objekte, z. B. Baumart, Stammumfang oder Pflanzsubstrat. |
| BAP | BIM-Abwicklungsplan — Regelbuch für Datenaustausch und Software-Schnittstellen im Projekt. |
| BCF | BIM Collaboration Format — digitales Format für die Kommunikation direkt am Modell statt per E-Mail. |
| CDE | Common Data Environment — zentrale Online-Plattform für die Modellkoordination aller Beteiligten. |
| DGM | Digitales Geländemodell — digitale Abbildung der Geländeoberfläche inkl. Höheninformation. |
| IFC | Industry Foundation Classes — herstellerneutrales Dateiformat für den Austausch von BIM-Modellen (OpenBIM). |
| LOD 100–500 | Level of Development — Reifegrad eines Modells von der Massenstudie (100) bis zum As-Built-Modell (500). |
| QTO | Quantity Take-Off — automatisierte Mengenentnahme und Mengenermittlung aus 3D-Modellen. |
| OpenBIM | Softwareunabhängiger Arbeitsansatz für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachplanern via IFC/BCF. |
| Planableitung | Automatische Erzeugung von 2D-Plänen aus dem 3D-Modell mit automatischer Aktualisierung bei Änderungen. |
| VR | Virtual Reality — immersives Eintauchen in den digitalen Entwurf mittels VR-Brille. |